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Gaudi und Kunst beim Adelsheimer Herbst

 

Viel Gaudi und Kunst beim „Adelsheimer Herbst“
Buntes Einkaufsfest lockte hunderte Besucher an – Bunt bemalte Gäässen schmückten Baulandstädtchen

Adelsheim. (zij) „Mit dem Rad zur Gääss“ lautete das Motto des „Adelsheimer Herbstes“, der in diesem Jahr anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Skulpturenradweges vom Gewerbeverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Adelsheim ausgerichtet wurde. Bürgermeister Klaus Gramlich freute sich, dass so viele Fahrradbegeisterte den Weg ins Baulandstädtchen gefunden haben. Adelsheim sei die fünfte Baulandgemeinde, die anlässlich des Geburtstages des Skulpturenradweges Gastgeber war, so Gramlich. Und auch die Freunde aus der französischen Partnerstadt Bercheres-sur-Vesgre sind eigens angereist, um sich dieses besondere Ereignis nicht entgehen zu lassen.

Eröffnet wurde der „Radsonntag“ mit einer begleiteten Radtour entlang des Radweges und führte über Zimmern, Seckach, Eberstadt und Bofsheim wieder zurück übers Kirnautal nach Adelsheim. Unterwegs bestand an verschiedenen Stationen noch Gelegenheit für weitere Radfahrer mit einzusteigen.

Natürlich drehte sich bei dem herrlichen Herbsttag alles ums Fahrrad und um Skulpturen. Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Hans-Jörg Besser, hat mit seinem Team sehr viel Zeit und Engagement in die Vorbereitung des Fahrradsonntages gesteckt und die Mühe hat sich gelohnt. Überall konnte man nur zufriedene Gesichter sehen. Viele hundert Besucher strömten ins Baulandstädtchen, so dass schon über die Mittagszeit kaum mehr ein Durchkommen war. Große Begeisterung weckten die Wettbewerbe und Vorführungen in der Marktstraße und da die Ortsdurchfahrt für den Autoverkehr gesperrt war, konnte man hier gemütlich Verweilen, Zuschauen und Plaudern.

Schon vor vielen Monaten warb der Gewerbeverein, dass Gäässen angeschafft werden, die dann anlässlich des Herbstfestes im Stadtgebiet ausgestellt wurden. Über 30 Paten fanden sich, die verschiedene Gäässen kauften, diese bemalten oder von Schulen, Kindergärten, Vereinen und Privatleuten gestalten ließen. Das Angebot reichte von der „Allezer Stadtgääs“, auf der Adelsheimer Gebäude aufgemalt waren, über die „Metzgergääss“, die sich auf der einen Seite in den Stadtfarben präsentierte und auf der Seite „Einblick“ gab, wo etwa Schinken, Filet und Oberschale sitzen. Des Weiteren beteiligten sich auch verschiedene Firmen, Schulen und Privatleute an dem bunten Gäässe-Wettbewerb, bei dem neben einer „Wollmilchgääss“ auch eine Gääss, die duschend in der Badewanne stand, zu bewundern war. Selbstverständlich durfte das Wappentier der „Allezer Gäässwärmer“ – die brennende Gääss - nicht fehlen. Zusammen mit weiteren „Artgenossen“ stand eine kleine „Ziegenherde“ gleich am Ortseingang. Für einen ganz besonderen Hingucker sorgte die Projektgruppe der Vollzugsanstalt, die unter dem Motto „Die Adelsheimer Gääss mit Blick auf die Welt“ ein Piratenschiff mit Gääss, Klabautermann und Krokodilen auf dem Kirnauwasserfall installierte. Bereits am Samstag wurden die Gäässen in der Innenstadt aufgestellt. Böses Erwachen gab es jedoch am Sonntagmorgen, denn in der Nacht wurden mehrere der Gäässeskulpturen mutwillig zerstört bzw. aus ihrer Verankerung gerissen und gestohlen.

Eine weiterer Höhepunkt waren das Gaudi-Radrennen für Vereine, Firmen und Gruppen sowie ein Wackelradrennen für Jedermann. Der Parcours führte durch die Marktstraße, die von hunderten Schaulustigen gesäumt war. Hier kamen unter anderem das Bayrische Bürostuhlrad, Miniräder, Wackelräder und ein Reitrad zum Einsatz. Nicht nur die Teilnehmer, auch die Zuschauer hatten sehr viel Spaß bei den einzelnen Wettbewerben, bei denen es Medaillen und Sachpreise zu gewinnen gab.

Große Begeisterung weckten die Athletinnen des TV Neckargemünd. Mehrere junge Damen zeigten ihr Können am Rhönrad. Außergewöhnlich war, dass diese Sportart in der Regel nur in Hallen und nicht auf der Straße betrieben wird. Die Gäste waren so begeistert, dass die Gruppe gleich mehrmals in der Marktstraße auftreten musste, tiefen Einblick in die Kunst des Rhönrad-Turnens gab und für wahre Beifallsstürme sorgte.

Ein Mekka für Flohmarktfans war wieder der beliebte Flohmarkt, der auf dem Roßparkplatz und im Schlosshof stattfand. Aufgrund des herrlichen Herbstwetters fanden sich sehr viele Anbieter und Besucher ein, um hier ihre liebgewordenen Antiquitäten zu verkaufen oder hier ihr Schnäppchen zu machen.

Kurzweilig war auch das Rahmenprogramm des „Adelsheimer Herbstes“. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Skulpturenradweges führte die Martin-von-Adelsheim-Schule das Theaterstück „Kunst und Rad- oder wie Erfindungen auch heute noch Menschen bewegen…“ im Schlossgraben auf, es gab eine Fotoausstellung im Rathaus, Fahrradausstellungen verschiedener Fachhändler, der Gesangverein 1839 Adelsheim und die Formation „Blechgeflüster“ sorgten auf Straßen und Plätzen mit ihren musikalischen Beiträgen für allerlei Kurzweil. Weiter gab es Autoausstellungen, Aktionen der Fachgeschäfte, ein Infostand über den Bauländer Skulpturenradweg, ein Bücherflohmarkt, eine Rad-Olympiade mit tollen Gewinnmöglichkeiten. Führungen durch Jakobskirche und Heimatmuseum rundeten den gelungenen Einkaufssonntag ab. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten die Adelsheimer Fachgeschäfte und der neu gegründete Bürgertreff.

Radtour

Mit einer begleiteten Radtour entlang des Skulpturenradweges wurde der „Adelsheimer Herbst“ eröffnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Radrennen

Gaudirennen und Wackelradrennen waren der Höhepunkt des „Adelsheimer Herbstes“

Rhönrad

Vorführungen der Rhönradgruppe des TV Neckargemünd sorgten für große Begeisterung.

Flohmarkt

Zahlreiche Raritäten wechselten beim traditionellen Flohmarkt auf dem Roßparkplatz und im Schlosshof ihre Besitzer.

Wasserfall

Eine Projektgruppe der Jugendvollzugsanstalt gestaltete passend zum Motto des Einkaufsfestes den Kirnauwasserfall mit Piratenschiff, Gääss und Klabautermann.

Skulpturen

Zahlreiche Gäässe-Skulpturen sorgten anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Skulpturen-Radweges für Hingucker.

Skulpturenradweg

Dicht umlagert war der Informationsstand des Bauländer Skulpturenradweges.