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Skulpturen laden zu Entdeckungsfahrten ein

Osterburken

„Skulpturen am Radweg – Kunst in der Landschaft“ 77 Kilometer lange Strecke soll Zuwachs erhalten / Kunststudenten präsentieren einer Fachjury am 25. Januar ihre Gestaltungsvorschläge

Skulpturen laden zu Entdeckungsfahrten ein

Archivartikel

„Kunst und Kultur ganz neu erfahrbar machen“: Dies strebt das außergewöhnliche Projekt „Skulpturen am Radweg – Kunst in der Landschaft“ an.

Osterburken. In landschaftlich reizvoller Umgebung verbindet der 77 Kilometer lange Skulpturen-Radweg die touristischen Ziele der Gemeinden und Städte Adelsheim, Osterburken, Ravenstein, Rosenberg und Seckach – und wird dabei selbst zur originellen Ausstellungsstrecke.

„Ob Tourenfahrer oder Radsportler, jeder kann beim Erkunden der Landschaft sein eigenes Tempo bestimmen. Die humorvollen, irritierenden, provokativen und originellen Kunstwerke entlang des Radwegs sind dabei die ständigen Begleiter“, heißt es im Internetauftritt über das Modellprojekt.

Zwölf Jahre nach seiner Eröffnung soll der Bauländer Skulpturen-Radweg (siehe Info-Box oben) nun eine Erweiterung erfahren, wobei auch die Stadt Buchen eingebunden wird (die FN berichteten).

Unter dem Motto „Kunst in Bewegung erleben“ hat der Skulpturen-Radweg drei Kunstakademien in Deutschland erneut vor eine besondere Herausforderung gestellt. Denn schon bald sollen sieben neue Kunstwerke die Strecke bereichern – zwei auf Buchener Gemarkung.

Jeweils fünf Studierende von Meisterklassen der Staatlichen Akademien der Bildenden Künste Stuttgart, Karlsruhe und Nürnberg, die sich an dem Skulpturen-Wettbewerb beteiligen, haben in den vergangenen Wochen und Monaten an ihren Gestaltungsvorschlägen gefeilt.

Kunstvergnügen

Eine neunköpfige Fachjury steht in Kürze vor der anspruchsvollen Aufgabe, sieben zu realisierende Werke für das Kunstvergnügen auszuwählen. Ihr gehören Professor Werner Pokorny (Ettlingen), Professor Tilman Osterworld und Erwin Holl (beide Stuttgart) sowie Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm, Buchens Bürgermeister Roland Burger, Landrat Dr. Achim Brötel, Baron Louis von Adelsheim, Harald Gall, Ministerialrat a. D. (Stuttgart) und der einstige Projektleiter Ekkehard Brand, Bürgermeister a. D. (Seckach) an.

„Erfreulicherweise gewinnt der Skulpturen-Radweg auch auf touristischem Gebiet an Attraktivität durch die zwischen dem Regionalen Industriepark Osterburken, kurz RIO, und der Stadt Buchen neu vereinbarten Zusammenarbeit“, heißt es in der Einladung des Zweckverbandes zur Vorstellung der eingereichten Skulpturen-Modelle.

Die Jurierung, bei der die Verantwortlichen über das außergewöhnliche Projekt und den Juryentscheid informieren, findet am Donnerstag, 25. Januar, im Römermuseum in Osterburken statt. Dort sollen die ausgewählten Werke zu einem späteren Zeitpunkt auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Mit von der Partie sein werden dabei sowohl die Jurymitglieder als auch Vertreter der beteiligten Gemeinden und Städte sowie die jungen Künstler.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 10.01.2018