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Der Kunst entlang des Radweges Raum schaffen

Dr. Haas

 
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Adelsheim

Skulpturenradweg 77 Kilometer lange Strecke soll noch in diesem Jahr Zuwachs erhalten / Modelle der neuen Kunstwerke sind zurzeit im Römermuseum zu bestaunen

Der Kunst entlang des Weges Raum geben

Der Skulpturenradweg, der auf 77 Kilometern Kunst und Erholung vereint, erfährt zwölf Jahre nach seiner Eröffnung eine Erweiterung: Sieben neue Kunstwerke kommen hinzu. Jeweils eines erhalten die Kommunen Adelsheim, Osterburken, Ravenstein, Rosenberg und Seckach. Zwei Skulpturen sollen bald auf Gemarkung der Stadt Buchen zu bestaunen sein, die neu an den Weg angebunden wird.

Osterburken.Vor wenigen Tagen hat eine Fachjury aus insgesamt 14 Gestaltungsvorschlägen von Kunststudenten der Staatlichen Akademien der Bildenden Künste Stuttgart, Karlsruhe und Nürnberg sieben Werke ausgewählt, die tatsächlich realisiert werden (die FN berichteten).

Alle 14 Modelle können von Fans des Skulpturenradwegs – und all jenen, die es noch werden wollen – bei freiem Eintritt bis Sonntag, 11. Februar, im Marc-Aurel-Saal des Osterburkener Römermuseums unter die Lupe genommen werden.

Bei einem Vor-Ort-Termin erfuhren die FN von Seckachs Alt-Bürgermeister Ekkehard Brand, der das Projekt aus der Taufe gehoben hat, was sich die Beteiligten von der Erweiterung erhoffen: den Erhalt beziehungsweise die Steigerung des Bekanntheitsgrades der Region.

Als der Skulpturenradweg entstand, seien E-Bikes noch nicht so im Gespräch gewesen, erklärte Brand, selbst passionierter Radfahrer, der gerne an diesem Trend teilhaben und zu dessen Aktivierung Kunst mit einsetzen möchte. Genau wie seine Mitstreiter, darunter die Mitglieder des Zweckverbandes „Regionaler Industriepark Osterburken“ (kurz: RIO).

Brand findet alle bisher aufgestellten 18 Skulpturen faszinierend, besonders aber die „Fahrbahn in Wellen“ bei Bronnacker („Das ist was Großartiges“), die „Eisbären“ bei Seckach und den „Manta“ (Bronnacker/Rosenberg). „Die Unterschiedlichkeit der Kunstwerke ist sehr beeindruckend“, so Ekkehard Brand im FN-Gespräch über die „erlebenswerte Ausstellungsstrecke für Jung und Alt“.

„Wer ein bisschen Interesse an der Kunst hat, wird begeistert sein“, fügte Marlies Ebel-Walz hinzu, deren Aufgabe es ist, den Skulpturenradweg, der dem RIO angegliedert wurde, zu betreuen, zu vermarkten und weiterzuentwickeln.

Dass man in die Kunstwerke etwas „reininterpretiert“, sei gewollt. Das gelte für die „alten“ Skulpturen ebenso wie für die neuen, die vielleicht schon im September (Brand: „Das wäre sehr sportlich“), spätestens aber im Frühjahr 2019 entlang des Weges zu finden sein werden.

Geheimnisvolles und Verborgenes

Ebel-Walz: „Die Fantasie des Betrachters spielt mit, wenn er sich auf die Suche nach dem Geheimnisvollen und Verborgenen macht.“ Dennoch bestünde beim Besuch der Ausstellung im Römermuseum die Möglichkeit, etwas über die Intention der Künstler zu erfahren. Auf Informationsblättern geben diese Einblick in ihre „Auseinandersetzung mit der Skulptur“.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 03.02.2018