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18 Ohne Titel (Kirnaubad)

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18 portrait 

 

Unvermutet begegnet der Radwanderer am Hochwasserrückhaltedamm zwischen Rosenberg und Osterburken einem Sprungturm, der drei Meter in die Höhe aus der Landschaft ragt.

Das Fundament, das den Sprungturm trägt, ist gleich einem Schwimmbecken mit weißblauen Kacheln gefliest. Wie das Fragment eines  Aquädukts mit angedeutetem Innenbogen erhebt sich der Turm über die Rasenfläche. Der Sprungturm ist Hinweis auf etwas, das fehlt – das gesellige Umfeld eines Schwimmbads kann lediglich imaginiert werden. Die Vorstellung eines Sprunges in die Tiefe geht einher mit Unbehagen.

Lediglich bei Hochwasser wird sich die Umgebung wie ein großes Schwimmbecken weiten und den eigentlichen Zweck der funktionsfeindlichen Architektur vor Augen führen. Eine Metalltür auf beiden Seiten lädt zum Betreten ein, doch schnell wird man feststellen, dass die Eingangstüren nur Verblendungen sind.
Das Wechselspiel von Imagination und Täuschung ist ein Aspekt, der in diesem Werk eindrucksvoll der Realität entgegengestellt wird. Als Stellvertreter von Abwesendem macht das Werk auf Dinge aufmerksam, die außerhalb seiner selbst liegen. Das „Kirnaubad“ entsteht in der Imagination des Betrachters.


Material

Beton, Stahl, Fliesen,
L 4 m x H 3 m x B 3 m


Künstlerischer Werdegang

Jahrgang 1980

2002 beginnt Johannes Wald das Studium der Bild-hauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Harald Klingelhöller.


Standort

Streckenabschnitt Rosenberg – Osterburken, am Hochwasserrückhaltedamm

www.johanneswald.de