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17 Luftschicht am Ufer

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In der Nähe der Kirnau, kurz vor Rosenberg, ist ein grünlich-bläuliches Objekt zu finden, das wie zufällig auf einem Baumstamm abgelegt zu sein scheint. Oberfläche, Farbe und Transparenz erinnern an Wasser, das für einen Moment in seiner Bewegung innehält.

Bei näherem Hinsehen erkennt man, dass die Skulptur ein nahezu massiver Polyesterharzabguss von einem geschnitzten Stück Styropor ist, der teils roh belassen, teils geschliffen und poliert wurde. Bei der „Luftschicht am Ufer“ handelt es sich um einen imaginierten Abdruck von der Wasseroberfläche und dem Ufer eines Baches. Die Künstlerin macht den Versuch, die flüchtigen Elemente Luft und Wasser als dreidimensionales Gebilde festzuhalten.

Beim Lauschen auf die Geräusche der Natur und das Plätschern des Baches in unmittelbarer Nähe wird die Künstlichkeit des Gusses zur Irritation. Dabei verhält sich die Arbeit selbst ähnlich wie die dargestellte Wasseroberfläche: Sie changiert zwischen Transparenz und Täuschung, zwischen Ungreifbarkeit und sinnlicher Präsenz, zwischen Flüchtigkeit und Materialschwere.


Material

Polyesterharz
L 1,55 m x B 1,28 m x H 35 cm
Gewicht: ca. 200 kg


Künstlerischer Werdegang

Jahrgang 1972

Nach dem Vorstudium der Kunstgeschichte und einer Ausbildung zur Steinbildhauerin in Freiburg, hospitiert Katrin Riedel in der Plastikwerkstatt der Deutschen Oper in Berlin.
1998-2001 ist sie als freiberufliche Theaterplastikerin tätig.
2001 beginnt sie ihr Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Hornig, Prof. Hörnschemeyer und Prof. Bock.


Standort

Streckenabschnitt Rosenberg – Osterburken, nach der Talmühle kurz nach Ortsausgang Rosenberg

www.katrinriedel.de