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Wie ein fossiler Urfisch wird der „Manta“ Stefan Rohrers aus der Straße herauskatapultiert und strandet am Straßenrand. Ein geistreiches Wortspiel greift der Künstler dabei auf.

Ein zersägtes Auto – ein Manta – mit 18 m langen Ausläufern, die sich dynamisch um eine Kurve legen und im Boden verhaftet sind, ist Synonym für den Teufelsrochen oder Riesenmanta, um den sich vielerlei Sagen und Legenden ranken. Die beiden lappenartigen Kopfflossen, sein schwarzer „Frack“, der peitschenartige Schwanz und seine flügelähnlichen Brustflossen, die den Fisch mit Dynamik und Eleganz durch das Wasser „fliegen“ lassen, müssen in früheren Jahrhunderten die Fantasie der Menschen nachhaltig angeregt haben. Der Manta ist bekannt für seine unvermittelten Sprünge aus dem Wasser und seine akrobatischen und lebhaften Bewegungen.

Der ausgeschlachtete und schwarz lackierte Manta Stefan Rohrers besticht ebenfalls durch seine organische Dynamik, die in einem rasanten Bewegungsablauf zu erstarren scheint. Wie bei einem Blick aus einem schnell fahrenden Auto wird Bewegungsunschärfe fixiert, die als Streifen entlang der Landschaft zieht. Das Werk soll wie ein Kurzfilm anmuten und einen Moment der Gefahr, den jeder Autofahrer schon einmal erlebt hat, symbolisieren.


Material

Auto, Stahl, L 18 m


Künstlerischer Werdegang

Jahrgang 1968


Nach seiner Ausbildung zum Steinmetzmeister studiert Stefan Rohrer 1998-1999 Bildhauerei an der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle.
1999 wechselt er an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart zu Prof. Werner Pokorny und Prof. Micha Ullman.
2003 wird er mit einem Werkstattstipendium der Erich Hauser Kunststiftung ausgezeichnet und beginnt 2004 ein Aufbaustudium bei Prof. Udo Koch an der Kunstakademie in Stuttgart.


Standort

Streckenabschnitt Bronnacker – Rosenberg

www.stefanrohrer.de