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In einem Waldstück nahe des Adelsheimer Ortsteils Hergenstadt begegnet der Radfahrer dem kubisch gefassten Pendant aus Stahl.

Das zwei Tonnen schwere „Waldstück“ von Manuela Tirler ist aus sandgestrahlten Stahlrohren gefertigt, die wie Stämme unterschiedlich verzweigt zwei Meter nach oben ragen.

Ein kubusförmiger Raum, der mit seiner Begrenzung den Charakter des Eingesperrtseins vermittelt, umschließt nach zwei Seiten das „Waldstück“. Architektonisch umschlossen spielt das Werk auf die von Menschenhand geschaffene Landschaftsarchitektur an.

Die Künstlerin beschäftigt sich mit unserem kulturellen Verständnis von freier Natur, der Waldkultur, die die Bestände der Natur genau erfasst. Die Skulptur am Waldrand wird der Natur überlassen, ein natürlicher Oxidationsprozess wird die Stahlstämme im Laufe der Zeit immer mehr verrosten lassen. Die eingesperrte Landschaft, so mag man interpretieren, unterliegt wiederum der Kraft der Natur mit ihren Veränderungsprozessen.

Das Kunstwerk greift gestaltend in die Natur ein und wird zugleich ein Teil des Kunstwerks Natur, das mehr und mehr seine Spuren hinterlässt. Eine spannungsvolle Wechselbeziehung beginnt, die in der Suche nach der Natur in der Natur mündet.


Material

Stahl
L 2m x H 2 m x B 2 m


Künstlerischer Werdegang

Jahrgang 1977

1998 wird Manuela Tirler an der Freien Kunsthoch-schule Nürtingen aufgenommen.
2002 beginnt sie ihr Studium der Freien Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Gert Riel, Prof. Werner Pokorny und Prof. Micha Ullman.


Standort

Streckenabschnitt Hergenstadt – Hopfengarten