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08 Ohne Titel

8Modellaufbau

8Fotomontage-Bruecke

08 portrait 

 

Windschief ragen zwei Masten am Waldrand aus dem Boden, die eine Brücke aus Drahtseilen halten. Doch ist die Konstruktion ihrer Funktionalität beraubt. Sie ist für den Vorbeikommenden nicht begehbar.

Die Brücke scheint aus dem Nichts zu kommen, sie hat ihren Ursprung in der Natur und führt zu ihr zurück: die Drahtseile verschwinden im Wald. Der Bewuchs mit eingepflanztem Knöterich wird die Brücke mehr und mehr verschlingen, bis die ursprüngliche Konstruktion aus Stahl und Drahtseilen nur noch vage zu erkennen ist.

Die Brücke als Symbol der Verbindung wird sich im Laufe der Zeit nur noch erahnen lassen. Das Kunstwerk als Zivilisationskritik mit Hinweis auf die Kräfte der Natur erstrebt eine Rückbindung an Flora und Fauna bei einem gleichzeitigen Aspekt von Verfall. Stück für Stück holt sich die Natur zurück, was ihr vom Menschen genommen wurde.

In seinem Werk erinnert Sebastian Reddehase daran, dass das Gesicht der Landschaft heute stark von menschlicher Hand gezeichnet und die ökono-mische Nutzung allgegenwärtig ist. Er greift den Gedanken an eine ursprüngliche Natur auf, die sich unaufhaltsam entfaltet, wo man ihr Raum und Zeit gibt.


Material

Stahlrohrmasten, Edelstahlseil,
Belaubung: Knöterich
H 8,50 m x B 4,50 m x L 16 m


Künstlerischer Werdegang

Jahrgang 1978

Nach eigenständiger Atelierarbeit im Bereich Metall seit 1998 beginnt Sebastian Reddehase 2001 das Kunststudium an der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle im Fach Metall bei Prof. Andrea Zaumseil.


Standort

Zwischen Osterburken und Bofsheim

www.sebastian-reddehase.de