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03 Wechselwild

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Unterhalb des Seckacher Ortsteils Zimmern passiert der Radweg einen bewaldeten Abhang. Unvermutet kreuzt eine Skulpturengruppe, die sich im Unterholz zu verlieren scheint.

Sieben zusammengehörige Körper aus Stahl heben sich mit ihren klaren, horizontalen Formen vom organischen Wuchs des Waldes ab. Die in einer Rundung unterschiedlich geschwungenen Körper zu beiden Seiten des Weges streben in ihrer Bewegung nach vorn und verharren dennoch im Waldboden befestigt. Der Wildwechsel wird zum „Wechselwild“ und entpuppt sich als fiktive Wegüberquerung.

Bei ihren Reisen nach Skandinavien konnte die Künstlerin das Vorbeipreschen der Rentierrudel und ihr plötzliches Verharren beobachten. Die stillen Waldtiere hinterließen einen tiefen Eindruck auf Ilka Berndt und waren Inspiration für ihre Skulptur.

Der Zustand des Innehaltens und kontrastierend die plötzliche Bewegung und Dynamik wird in der formalen Lösung der Skulpturengruppe exemplarisch aufgegriffen.


Material

Stahl, geschweißt
L 3 m x H 80 cm x B 30 cm


Künstlerischer Werdegang

Jahrgang 1976


Ihre Ausbildung zur Elfenbeinschnitzerin in Michelstadt beendet Ilka Berndt 2000 mit der Meisterprüfung.
Im selben Jahr beginnt sie mit dem Studium Kunst/ Keramik an der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle bei Prof. Azade Köker.
2002 wechselt sie in den Fachbereich Kunst/Metall zu Prof. Andrea Zaumseil. 2005 Diplom.
Ihr besonderes Interesse gilt den Ländern im Norden:
1998 Studienaufenthalt auf Grönland, 2003-2004 Studienaustausch an der KHIB Bergen in Norwegen, 2004 Schneeseminar Finse in Norwegen,
2004-2005 Praktikum im Icehotel Jukkasjärvi in Schweden.


Standort

Streckenabschnitt Zimmern – Adelsheim, kurz nach Ortsausgang Zimmern

www.ilkaraupach.de