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Rosenberg

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Die Gemeinde Rosenberg mit den Ortsteilen Bronnacker, Hirschlanden, Rosenberg und Sindolsheim liegt im malerischen Kirnautal. Im Jahr 1251 erstmals urkundlich erwähnt, finden sich in den Gässchen hie und da noch Denkmäler einer alten Adelstradition. Das Schloss der Herren von Rosenberg fiel 1926 bis auf Teile des Untergeschosses einem Brand zum Opfer. Reizvoll in Wiesen und Wälder eingebettet, ist der Ort besonders für seinen Grünkern bekannt. Jedes Jahr zur Grünkernzeit im Juli findet ein Grünkernfest in Sindolsheim statt.


Sehenswertes

In den Blick fallen gleich die zwei Kirchen, die im Zentrum von Rosenberg einträchtig beieinander stehen. Die barocke katholische Pfarrkirche St. Karl Borromäus aus dem Jahr 1789 beeindruckt im Inneren durch üppigen Schmuck. Das Altarbild zeigt die Himmelfahrt Mariens.  Dem unbekannten Maler diente ein Stich des flämischen Meisters Peter Paul Rubens als Vorlage. Die Kirche beherbergt auch Bilder eines Kreuzwegs von dem bekannten Malerpfarrer Sieger Köder aus Rosenberg/Württemberg (geb. 1925).

Die Kriegswirren unbeschadet überstanden hat auch die evangelische Kirche im neugotischen Stil aus dem Jahr 1852. Das wohl kostbarste Stück ist die schöne reliefgeschmückte Kanzel mit den Darstellungen der vier Apostel und das Altarbild des badischen Hofmalers Wilhelm Dürr. Besichtigungen auf Anfrage unter Tel. (06295) 92010, Bürgerbüro

Ein Besuch bei den noch genutzten Grünkerndarren, die sich 4 km von Rosenberg im Ortsteil Sindolsheim befinden, darf nicht fehlen. Der aus Dinkel gewonnene Grünkern wird hier auf großen Darrblechen über einem Holzfeuer getrocknet. Die kleinen feldscheunenartigen Gebäude wurden wegen der möglichen Feuergefahr meist an den Ortsausgängen erbaut.
Im Ensigheimer Tal, 1,5 km nach Ortsausgang von Rosenberg, stößt man auf die letzte noch betriebene Mühle der Gemeinde, die Tal- oder Rappenmühle. Grünkern und andere ökologisch angebaute Produkte sind hier erhältlich. Willkommen sind Besucher für einen Rundgang durch die Mühle.


Angebote

Tennisanlage, Kegelbahnen


Kontakt und Infos

www.rosenberg-baden.de
Gemeindeverwaltung: Tel. (06295) 9201-0

Die Geschichte des Grünkerns

Die erste urkundliche Erwähnung des Grünkerns findet sich bereits im Jahre 1660. Ungefähr zu dieser Zeit muss der Grünkern entdeckt worden sein.

Die Entstehungsgeschichte des Grünkerns ist in verschiedenen Varianten mündlich überliefert worden. Die im Bauland gängigste Version schildert die jahrelangen Missernten und Hungerkatastrophen. Auf Jahre großer Dürren folgten verregnete und nasskalte Sommer und das Korn verdarb noch vor der Reife auf den Feldern.

So wuchs der Dinkel in einem Sommer wieder gut heran, konnte jedoch wegen mangelnder Hitze nicht ausreifen. Es war zu befürchten, dass auch in diesem Jahr das Getreide auf den Feldern verfaulen würde – ein weiterer Hungerwinter drohte.

Aus dieser Not heraus trennten die Bauern die noch grünen Ähren von den Halmen und trockneten die Körner im Backofen. Dieser gedörrte Dinkel – der Grünkern – wurde zerrieben und die Spelzen von den Körnern getrennt. Letzteres wurde zu Mehl gemahlen und zu Brot verarbeitet. Allein das gebackene Grünkernbrot war wenig schmackhaft.

Doch Not macht bekanntlich erfinderisch: Fortan wurde der Grünkern als Suppeneinlage verwendet und erwies sich hier als nahrhaft, haltbar und überraschend wohlschmeckend.

Nur ein verschwindend kleiner Anteil des Grünkerns wird auch heute noch von Hand auf den traditionellen Darren getrocknet. Die alten Dorfbewohner erinnern sich noch gerne an die Zeit, in der die Darrfeuer die ganze Nacht hindurch brannten und die Kinder in der Glut die ersten Frühäpfel brieten. Zur Erntezeit Ende Juni/Anfang Juli liegt auch heute noch überall der Geruch des frisch gedarrten Grünkerns in der Luft.

Der Grünkern diente den Bauern vorwiegend zur Selbstversorgung und wurde nur in geringen Mengen gehandelt. Erst um 1850 wurde er in größerem Umfang angebaut. Nachdem die Bauern die Malzdarren der Bierbrauereien, Kalkhütten und Flachsdarren zum Trocknen benutzt hatten, ging man zum Bau spezieller Grünkerndarren über. 1870 wurde die erste Grünkerndarre in Rosenberg gebaut, 1882 folgte der Bau einer Darre in Sindolsheim.

Termine für Grünkernfeste unter www.rosenberg-baden.de